Und tschüß...
Anneliese geht und Christoph kommt
(Hamburg)

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Stabsfeldwebel a. D. Peter Pasternak

Ein harter Tag für die Crew von SAR 71,
bei den zu erwartenden Ereignissen noch 6 Einsätze zu fliegen, um dann die Verantwortung der Luftrettung in die Hände des Katastrophenschutzes/Bundespolizei zu übergeben.

Nach über 49 400 Einsätzen ist am 19.01. 2006 das Ende für den militärischen Rettungshubschrauber "SAR Hamburg 71" gekommen. Um 12Uhr 58 erfolgte nach dem letzten Einsatz die Landung am Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg.

Die gewünschte "lautlose" Übergabe der Rettungsfliegerei in Hamburg an den Katastrophenschutz war durch die Anwesenheit der Medien verhindert worden. Auch der geplante, offizielle Übergabeappell -vielleicht Ende März/Anfang April- ersetzt nicht den Übergabetermin vom 19. 01. 2006. Von allen Seiten wurde zu Recht die professionelle Arbeit der militärischen Luftretter gelobt, aber was sind diese Worte wert?

Diese Art der Fliegerei, stellt sie doch das Maximum an fliegerischer Herausforderung dar, wird uns allen fehlen.

Der Katastrophenschutz/Bundespolizei übernimmt mit der Bell 212 (Christoph 29) das Luftrettungszentrum der Bundeswehr in Hamburg und ersetzt den Bundeswehrhubschrauber vom Typ Bell UH - 1D (SAR Hamburg 71)!

Unter großer Anteilnahme der Medien aus der Stadt Hamburg und dem Umland wurde die letzte Besatzung des SAR 71 geehrt, stellvertretend für alle die an diesem Kommando Dienst versehen haben und einen Beitrag für den erfolgreichen Rettungsdienst in Hamburg geleistet haben.

Die Besatzung  
Pilot: OLt Götz
Bordtechniker: StFw Bagemühl
Notarzt: OFA Vorwerk
Rettungsassistent: HFw Kansy

wurden vom Leiter der Abteilung X, OA Holtz mit einer kleinen Erinnerungsgabe geehrt.

Nach einer kurzen Umrüstphase und einer formellen Übergabezeremonie meldete sich dann Christoph 29

mit der Besatzung  
Pilot: OK Lenze
Pilot: HK Willmann
Notarzt: OFA Vorwerk
Rettungsassistent: HFw Kansy
einsatzbereit, wobei nach kurzer Zeit der "Piper" einen neuen Einsatz für "Christoph 29" signalisierte, den ersten unter der Leitung der Bundespolizei!

Wir wünschen den Besatzungen von Christoph 29 in der Zukunft alles Gute sowie, Hals- und Beinbruch nach alter fliegerischer Sitte.

Abschließend wurde in einer inoffiziellen Übergabefeier in kleinem Rahmen mit Vertretern der Luftwaffe, Bundeswehrkrankenhaus, Bundespolizei, Feuerwehr Hamburg und Katastrophenschutz noch einmal die Leistung der Besatzungen gewürdigt und Erklärungen abgegeben, warum dieser Wechsel durchgeführt werden musste. Dieses brachte zum Ausdruck, für die Luftwaffe O i G Rühl vom LTKdo, OA Dr. Phillip als Chef vom Bundeswehrkrankenhaus, PD Ulfig von der Bundespolizei, Herr Farrenkopf von BF Hamburg und Herr Schroer vom Amt für Katastrophenschutz Abt. Luftrettung.

Betrachtet man die Vergangenheit, muss man sagen, die Motivation der Besatzungen von SAR 71 auf diesem Kommando zu fliegen war sehr hoch. Das zeigten auch die Emotionen nach der letzten Landung.

Ich glaube jedoch, dass trotz der Abgabe des RZ Hamburg die gute Motivation der Besatzungen mit den noch bestehenden SAR- Kommando's Laage und Diepholz, den Einsätzen und Übungen im Ausland und dem Seeflugauftrag auch weiterhin auf diesem hohen Niveau gehalten werden kann.

Die erworbenen Erfahrungen aus Hamburg sollten durch gezielte Aus - / Weiterbildung auch für jüngere Kameraden nicht verloren gehen.

Ach ja, - ein wenig ist von Hamburg geblieben : das ZDF mit den Rettungsfliegern!
Hier können die Crews sich zurückbesinnen was einmal für sie Wirklichkeit war, ja einige werden erstaunt sein was für eine Art von Einsätzen früher geflogen wurden.

Die Zukunft wird zeigen wie viel Erfahrung die "Einsatzfliegerei" am RZ Hamburg den Besatzungen gebracht hat und sicher werden sie durch Übungen in anderer Form ihre Professionalität weiter beibehalten und ausbauen.

Stellvertretend für alle Hamburg-Besatzungen der letzten 33 Jahre: die Crew vom 19. Januar 2006 v.l.n.r. OLt ö ötz, HFw Kansy, OFA Holtz, OFA Vorwerk und StFw Bagemühl