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Hauptmann Gerhard Stottmeister
In diesem Jahr hatte das Arbeitskommando LTG 63
unter der Leitung von OLt Fedde die Aufgabe, den Anfang zu machen,
in dem Dorf VYNY MIROOV einen Soldatenfriedhof aus dem
1. Weltkrieg völlig neu zu gestalten.
Nach einer 15stündigen Anreise von Samstag
auf Sonntag empfingen uns der Mitarbeiter des VDK, Herr Dr. Michal
Bochin und seine Dolmetscherin Alexandra, vor dem Tor der Kaserne
des Aufklärungsbataillons in BARDEJOW. Nach Beziehen der Unterkunft
hatten wir Gelegenheit, die Stadt zu besichtigen.
Am Montag stellten wir uns traditionell bei der
Bürgermeisterin von VYNY MIROOV vor, bevor wir mit
der eigentlichen Arbeit begannen.
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| Außer den Eisenkreuzen ist überhaupt nichts zu erkennen |
Zunächst war auf dem Friedhof, außer
den Eisenkreuzen, überhaupt nichts zu erkennen. Erst als ein
Dorfbewohner mit einem Motorrasentrimmer das meterhohe Gras abmähte,
konnten wir die Grabeinfassungen aus Betonsteinen ausmachen. Nun wussten
wir, wo wir anfangen sollten.
Alle Eisenkreuze und die Betonsteine räumten
wir ab, damit anschließend die gesamte Fläche gepflügt
und geeggt werden konnte. Zwischendurch fällten wir noch 4 abgestorbene
Bäume, reduzierten die den Friedhof umfassende Hecke und transportierten
mit der Hilfe eines Radladers und eines Kippers alles ab. Mit einer
Motorfräse, die wieder ein Dorfbewohner bediente, wurde die gesamte
umgepflügte Fläche mehrfach durchgearbeitet. Die dabei zu
tage geförderten Wurzeln und Grasbüschel sammelten wir ab
und karrten alles auf einen Anhänger.
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| Weitere umfangreiche Erdarbeiten |
Nach dem Auswinkeln der späteren Wegführung
konnten die Fundamente dafür ausgehoben werden. Das waren für
unser Arbeitskommando nur 67 cbm (Lehmboden!). Bei dieser Arbeit hat
uns an einem Vormittag ein Arbeitskommando mit slowakischen Soldaten
tatkräftig unterstützt.
Es muss noch gesagt werden, dass die Betreuungsmaß-
nahmen nicht zu kurz gekommen sind. Am Freitagnachmittag folgten wir
der Einladung vom Vorstand des Bezirksamtes, anschließend besichtigten
wir unter der Führung von Dr. Bochin die Studentenstadt PREOV;
ein Besuch im Weinmuseum und ein gemeinsames Essen beschlossen den
Freitag.
Am Samstag unternahmen wir, wie auch die Arbeitsgruppe
im letzten Jahr, eine Floßfahrt auf der DUJANEC, einem Grenzfluss
zu Polen. Außerdem trafen wir uns mit Bewohnern eines "Deutschen
Dorfes", wo jeder deutsch sprechen kann und wo auch noch ein
Deutsch gesprochen wird, das bei uns vor ca. 300-400 Jahren üblich
war.
Die Besichtigung einer Burganlage und einer Tropfsteinhöhle
nahmen wir uns dann am Sonntag vor. Nach weiteren Tagen harter Arbeit
hatten wir noch die Gelegenheit mit den Handwaffen der Slowakischen
Armee (z.B. Kalaschnikow, Makarow ...) zu schießen. Nach dem
Schießen trafen wir uns mit den Soldaten des Bataillons zu einem
Fußballspiel, das 7 : 3 zugunsten der slowakischen Mannschaft
ausging, dank einer hervorragenden Torwartleistung von Gerd "Katze"
Petersen fiel das Ergebnis nicht höher aus. Bei einem gemeinsamen
Goulaschsuppeessen und einigen geistigen Getränken war das Spiel
gar nicht so schlecht für uns gelaufen.
Am Samstag, 04.06. traten wir die 15stündige
Rückreise an. Unterwegs begegneten wir in Höhe der Autobahnraststätte
"Linumer Bruch" den Jungs vom AG 51, die 14 Tage lang die
Arbeit auf "unserem" Friedhof fortsetzen sollten.
Einen herzlichen Danke gilt den beiden Drs. Michal
Bochin und Jan Tomko, der Bürgermeisterin von VYNY MIROOV,
für ihre liebevolle Unterstützung und natürlich unserer
Dolmetscherin Alexandra, ohne die wir keine Chance gehabt hätten,
uns zu verständigen.
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| Arbeit für den Frieden:
das Arbeitskommando des LTG 63 mit dem Mitarbeiter des VDK Dr.
Michal Bochin |
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