SAR-Kdo auf den Hund gekommen
(Hohn)

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Hauptmann Dirk Kugel

Am 10.06.2005 bekam das SAR-Kdo in Diepholz, betrieben von der 2./LTG 63, Besuch der bellenden Art. Die Rettungshundestaffel Weser-Ems hat an diesem Tag zusammen mit der SAR-Besatzung, abgesprochen mit dem Rescue Coordination Center (RCC) in Münster, eine Aus- und Weiterbildung durchgeführt. 16 Hundeführer und -führerinnen samt ihren Vierbeinern haben das Ein- und Aussteigen aus einem Rettungshubschrauber geübt. Hierzu kamen sie aus ganz Niedersachsen angereist.

Ein- und Aussteigen bei laufendem Rotor

Nach einer kurzen Gewöhnungsphase für die Hunde, nach der langen Anreise, einer Einweisung für die Herrchen und Frauchen am Hubschrauber, insbesondere was das Annähern bei laufendem Rotor betrifft, sowie einigen Gruppenübungen, starteten wir den ersten "trocknen" Durchgang, bei dem die Turbine des Hubschraubers noch abgestellt blieb. Dabei fiel uns schon die disziplinierte Durchführung dieser Ausbildung auf. Es ist schon beeindruckend, wie viel man einem Tier beibringen kann. Die Hunde, übrigens vieler verschiedener Rassen angehörig, gehorchten aufs Wort, so dass wir nach einigen Durchläufen dann zum Highlight übergehen konnten, dem Ein- und Aussteigen bei laufendem Rotor. Durch die doch nicht ganz unerhebliche Geräusch- und Windentwicklung, dachten wir eigentlich, dass die Hunde nicht ganz so gerne zum Hubschrauber kommen würden, aber weit gefehlt. Ihre Führer hatten Ihre Hunde tadellos im Griff und wir waren beeindruckt, wie problemlos sich die Hunde führen ließen. Der eine oder andere legte zwar schon die Ohren an, als sie den Bereich des Downwash betraten, aber jedes Team (Hundeführer und Hund) machte seine Sache gut und sicher. Nach zwei Durchläufen stellten wir das Triebwerk wieder ab und waren doch recht gut beeindruckt, wie tadellos das alles geklappt hatte.

Alles im Griff - Führer und Hund warten geduldig auf das, was kommt

Beim Kaffee nach der Ausbildung schilderten uns dann die Ausbilder der Rettungshundestaffel, wie Sie Ihre Tiere ausbilden und wir führten einen kleinen Informationsaustausch durch. Dadurch wurden auf beiden Seiten viele Fragen geklärt und ich denke jeder der an dieser Aus- und Weiterbildung teilgenommen hat, nimmt auch etwas mit nach Hause, uns eingeschlossen. So verging der Nachmittag recht zügig und ich kann nur sagen, es ist ungewohnt, wenn man sich im Hubschrauber nach hinten umdreht und statt einem Patienten schaut einen ein Vierbeiner an, und damit meine ich nicht unbedingt den Luftrettungsmeister.

 

Aufstellung der Hauptpersonen


Die Rettungshundestaffel Weser-Ems existiert seit 1995 und besteht derzeit aus 35 Hundeführer/innen mit Ihren jeweiligen Hunden. Die Hauptaufgabe der Staffel besteht in der Suche nach Personen, sei es Flächendeckend, unter Trümmern, im Wasser, tot oder lebendig.

Die Mitglieder der Staffel arbeiten ausschließlich ehrenamtlich und die Kosten für Ausbildung, Aufrechterhaltung und Einsatz der Staffel werden durch Spenden finanziert. Dadurch entstehen in einem Rettungseinsatz für den Hilfesuchenden keinerlei Kosten.

Um einen professionellen Einsatz sicherstellen zu können, trainiert die Rettungshundestaffel Weser-Ems regelmäßig mit Einheiten des Rettungsdienstes, wie Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, DRK, DLRG und THW. Abschließend sei noch anzumerken, dass seit 1996, noch zu Zeiten des HTG 64, regelmäßig mit den SAR Einheiten am Hubschrauber trainiert wird und dies hoffentlich auch in der Zukunft möglich ist, da ein Verbringen der Hunde per Hubschrauber in einem Rettungsszenario nicht unwahrscheinlich ist und in der Vergangenheit auch praktiziert wurde.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.rettungshundestaffel.org