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Hauptmann Hardtmann
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| Hauptmann Hardtmann neben einem
Flak-Scheinwerfer 60 cm, dahinter ein 150 cm Flak-Scheinwerfer |
Museumsverbund der Bundeswehr In der Rendsburger
Feldwebel-Schmid-Kaserne, somit in direkter Nachbarschaft des Lufttransport-geschwaders
63 gelegen, befindet sich neben den dort stationierten militärischen
Dienststellen die verwendungsbezogene Lehrsammlung der Flugabwehrschule
des Heeres.
Diese ist mit anderen verwendungsbezogenen Lehrsammlungen,
militärhistorischen Samm-lungen, wehrtechnischen Studiensammlungen
sowie Museen Bestandteil des Museumsverbundes der Bundeswehr. Der
Museumsverbund der Bundeswehr arbeitet nach Richtlinien des Militärgeschichtlichen
Forschungs-amtes (MGFA) in POTSDAM.
Leitmuseum des Museumsverbundes der Bundeswehr
ist das Militärhistorische Museum der Bundswehr in DRESDEN.
Verwendungsbezogene Lehrsammlung
Flugabwehrschule Auftrag der verwendungsbezogenen Lehrsammlung der
Flugabwehrschule ist die umfassende Darstellung der technischen Entwicklung
der Flugabwehr in den deutschen Streitkräften mit Schwerpunkt
Heeresflugabwehr.
Nach Genehmigung durch das Verteidigungsministerium
im Jahre 1989 und Zulauf weiterer Ausstellungsstücke erfolgte
1991 der Umzug in die jetzt genutzte Ausstellungshalle.
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| FlakPanzer IV Wirbelwind
(Leihgabe WTS / BWB), 8,8 cm Flak 37 auf Fahrgestell und 8,8 cm
Flak 37 auf Kreuzlafette und Schutzschild |
Die Gesamtausstellungsfläche beträgt
derzeit 1.500 Quadratmeter und ist in drei Ausstellungsbereiche gegliedert:
- Entwicklung der Flugabwehr vom Beginn der Entwicklung der Bedrohung
aus der Luft bis zum Ende des zweiten Weltkrieges,
- Gerät der Truppenluftabwehr der ehem. NVA der DDR von 1956
bis 1990 und
- Heeresflugabwehrtruppe, Fliegerabwehr und Flugabwehr des Heeres
der Bundeswehr von 1956 bis zum heutigen Tage. Dieser Teilbereich
ist Schwerpunkt der Lehrsammlung.
Die Ausstellungsbereiche zeigen flugabwehrtypisches
technisches Großgerät wie Rohrwaffen in verschiedenen Lafetten
und auf Trägerfahrzeugen, Flugabwehrraketen sowie Flugabwehraufklärungs-
und Führungsmittel. Wo erforderlich ergänzen technische
Daten, Schautafeln, Abbildungen und Uniformen das Großgerät.
Herausragend ist der Bestand an Raritäten
und Prototypen. Hiervon sind nur einige als Beispiel genannt wie
- der Turm des FlakPanzers KUGELBLITZ. Dieser FlakPanzer
wurde gegen Kriegsende nur noch in geringer Stückzahl gefertigt
(1945; weltweit einzig erhalten gebliebenes Exemplar eines Turmes),
- der FlakPanzer WIRBELWIND (1944; weltweit insgesamt
nur noch zwei Exemplare vorhanden), das Rohr einer 12,8 cm Flak
40, (1940, Bodenfund 1993),
- der Prototyp FlakPanzer 30mm Zwilling, (1963),
- der Prototyp Tieffliegerabwehr system MATADOR (1970),
- die Prototypen FlakPanzer GEPARD und FlaRakPanzer ROLAND (1970)
sowie
- die Radargeräte TÜR und LÜR (Erprobungsträger).
Nahezu alles Gerät ist Eigentum der Bundesrepublik
Deutschland; ein geringer Teil stammt zudem aus Privatbesitz. Ein
Teil der Geräte sind Leihgaben anderer militärischer Dienststellen
des Museumsverbundes der Bundeswehr. Hauptsächlich stammen diese
Leihgaben vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in DRESDEN
sowie von der Wehrtechnischen Studiensammlung des Bundesamtes für
Wehrtechnik und Beschaffung in KOBLENZ.
Alle ausgestellten Exponate befinden sich in einem
ausnahmslos guten optischen Zustand. Dies ist in besonderer Weise
einigen Mitarbeitern der Werkstatt zu verdanken, die zum Teil auch
in ihrer Freizeit Restaurierungs- und Pflegearbeiten durchführen.
Eine kürzlich eingerichtete Sonderausstellung
zeigt anhand von Bildern und Reproduktionen bedeutender Dokumente
Geschichte und Nutzung der jetzigen Feldwebel- Schmid-Kaserne von
1938 bis zum heutigen Tage.
Wenig bekannt ist die Tatsache, dass während
des zweiten Weltkrieges in der ehemaligen Flak-Kaserne
(so wurde die Kaserne im Volksmund genannt) unter anderem etwa 70.000
junge Damen zu Flak- Waffenhelferinnen ausgebildet wurden. Ebensowenig
ist bekannt, dass nach Kriegsende in der Kaserne britische Soldaten
untergebracht waren, die später durch norwegische Kräfte
abgelöst wurden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Kaserne den Namen
Kingsway-Barracks. Ausführlicher wird dann die Nutzung
durch die Bundeswehr ab 1956 dargestellt.
Eine geleitete Führung durch die verwendungsbezogenen
Lehrsammlung ist Bestandteil der lehrgangsgebundenen Ausbildung an
der Flugabwehrschule des Heeres. Aber auch andere Dienststellen nutzen
die Möglichkeit des Besuches zur Information. Seit Bestehen der
verwendungsbezogenen Lehrsammlung wurden somit insgesamt mehr als
20.000 Lehrgangsteilnehmer und Besucher in die technische Entwicklung
der Flugabwehr des Heeres eingewiesen.
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| Fla-Raketensystem SA-4 GANEF
Im Vordergrund Raketenleitstation PAT HAND |
Da die verwendungsbezogene Lehrsammlung im Nebenamt
betrieben wird, erfolgt der Zugang für Besucher im Rahmen von
geleiteten Führungen ausschließlich nach Terminabsprache.
Besuchergruppen anderer Dienststellen werden bei
Interesse um Kontaktaufnahme mit der Flugabwehrschule des Heeres gebeten:
- Hptm Hardtmann,
AllgFspWNBw 90-7522-2272
- Hptm Jessulat,
AllgFspWNBw 90-7522- 2520

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