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Name ist der Redaktion bekannt
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| Gruppenbild der Besatzung des
Fluges nach Libreville |
Am Freitag den 13.02.2004
ging es los. Nach Libreville in Gabon, das liegt an der Westküste
Afrikas ca. 30 km nördlich des Äquators (das wusste ich
vorher übrigens auch nicht). Die Besatzung, bestehend aus 7 Soldaten,
wurde in Metz auf 11 Mann aufgestockt. 4 französische Techniker
sollten uns auf den Trip begleiten. Zu unserer Bereicherung, wie sich
später herausstellte. Noch mal zum Abflugtag. Es war also Freitag
der 13., der Trip sollte planmäßig 13 Tage dauern und die
Maschine hieß 51+13. Man gut, dass keiner von uns abergläubisch
ist. So kam es dann, dass wir nach ca. 1 Std. Flugzeit mit technischen
Problemen zum Heimatplatz zurückkehrten und dann mit einem anderen
Flugzeug (ohne 13) noch mal losflogen. Na gut, der ein oder andere
dachte jetzt noch mal über seinen Aberglauben nach.
Nach ca. 2 Std. Flugzeit erreichten wir Metz (Frankreich).
Anfangs hatte ich mich schon gefragt, warum hier eine Übernachtung
geplant war, aber nachdem ich sah, wie ca. 15 französische Soldaten/Techniker
einen Hubschrauber des Typs Super Puma in unseren Laderaum Zentimeter
für Zentimeter bugsierten, machte auch das Sinn.
Das "Einführen" des Hubschraubers
dauerte etwa 5 Stunden.
Die kommenden Tage verliefen planmäßig.
Wir flogen über Montijo, Gran Canaria nach Dakar, dort herzlich
empfangen und betreut durch die deutsche Beratergruppe, ging es anschließend
weiter über Ouagadougo nach Cotonou. Zu unserer Überraschung
wurden wir hier durch einen Vertreter der deutschen Botschaft empfangen
und betreut. Dann kamen wir in Libreville an. Das Ziel unseres Auftrages.
Hier waren 3 Stehtage geplant, deren Sinn mir erst nach einigen Gesprächen
mit unseren 4 Begleitern klar wurde. Wir beförderten nämlich
einen "frisch" grundüberholten Helikopter dorthin und
sollten einen "abgeflogenen" zurückfliegen. Zurück
Der Grund also für die 3 Tage war, dass der zugeführte Helikopter
erst wieder zusammengesetzt werden musste und diverse Prüfflüge
absolvieren durfte, bis die vier Techniker wieder zurück mit
uns nach Frankreich fliegen konnten. (Hier ist noch zu erwähnen,
dass es in Libreville ca. 35°C im Schatten bei ca. 90-95% rel.
Luftfeuchte hatte, was unseren Fliegerarzt Mark W. dazu zwang, den
einen oder anderen unserer Besatzung während des schweißtreibenden
"Aus- und Einführens" des Pumas
im Auge zubehalten). Durch einen kleinen Abstecher gen Süden
während unseres Anfluges, kommen wir zur eigentlichen Aufgabe
unseres Fliegerarztes: Mark als Neptun und Volker W. als der Zeremonienmeister
brauten einen standesgemäßen Trunk und reinigten 2 französische
Kameraden und mich inner- und äußerlich, eine Äquatortaufe
halt, dessen Geschmack und Geruch ich noch 2 Tage später in Nase
und im Mund hatte.
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| OSA Mark Weinhonig bei der
obligatorischen Äquatortaufe |
Während dieser 3 Tage
lernten wir dann auch unsere 4 Begleiter etwas besser kennen (im Einzelnen:
Stephan, Alain, Pascal und Daniel). Die Betreuung der dort stationierten
Franzosen war super und unsere vier Begleiter machten alles ihnen
mögliche, um uns das Leben in Libreville angenehmer zu machen.
Auch hier überraschte die deutsche Botschaft und es kam zu einem
Empfang vom Botschafter persönlich, bei dem uns sehr interessante
Informationen zu Land und Leute aus der Region zu Teil wurden. Unter
anderem, dass ca. 200 km nördlich das Hospital Lambarene des
Dr. Albert Schweizer liegt (Schade, dass ein Besuch nicht möglich
war). Die 3 Tage vergingen wie im Fluge und wir machten uns auf den
Heimweg (jetzt mit dem "kaputten" Puma). Auf dem Rückflug
war eines anders. Gefühlt waren wir jetzt 11 Mann Besatzung.
Der Rückflug, wieder über Cotonou, Dakar (wieder entsprechend
gut betreut), Gran Canaria und einige Tankstops zwischendurch, verlief
reibungslos.
Fazit: Wir haben als Vertreter
der deutschen Luftwaffe den französischen Auftrag ohne Probleme
und planmäßig durchgeführt. Und trotz anfänglicher
Verständigungsprobleme, werden wir jetzt wohl mindestens vier
Fürsprecher bei den französischen Heeresfliegern haben (nicht
zuletzt auch aufgrund der Top-Verpflegung an Bord durch StFw Wehrsig
und OFw Eberhardt).
Einiges noch in eigener
Sache: Für mich war es der 1. Trip nach Afrika, und ich möchte
mich hier bei allen herzlichst für die tolle Zusammenarbeit und
die super Betreuung (medizinisch, kulinarisch, fliegerisch und auch
persönlich) bedanken. Mich hat dieser Flug in jeder Hinsicht
weiter gebracht. Fachlich und auch persönlich. Ich habe auch
bemerkt, dass nicht nur in unseren Streitkräften, die Fähigkeit
zur Improvisation gefragt ist. Kurz: Es hat, glaube ich, alle gefordert
und dabei Spaß gemacht; wie sagt man so schön!? Das war
'ne "runde" Sache, ich hoffe ihr seht das genauso.
DANKE Balu, Mark, Volker,
Ingo, Matze, Pit, Stephan, Alain, Pascal und Daniel. 
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