LTG 63 erhält Flugsicherheitspokal
 

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Autor: Hauptmann Wolfgang Herda

Das Lufttransportgeschwader 63 aus Hohn bei Rendsburg schreibt Geschichte: Seit 23 Jahren - und damit eindeutig führend in der gesamten Bundeswehr - absolvierten die Hohner ihre Einsätze ohne jeglichen Flugunfall.

Dafür überreichte der Kommandeur des Lufttransportkommandos, Generalmajor Reinhart Hoppe, dem Kommodore des LTG 63, Oberst Hans-Jürgen Miunske, kürzlich im Rahmen einer kleinen Feierstunde den Flugsicherheitspokal.

Generalmajor Hoppe hob in seiner Ansprache hervor, dass diese Leistung ein Verdienst des ganzen Geschwaders sei. So dankte der Kommandeur des Lufttransportkommandos auch Familienangehörigen, die aufgrund der oftmals langen Auslandseinsätze mitunter auf ihre Angehörigen verzichten mussten. In seinen Dank schloss er zudem die umliegenden Gemeinden ein, die seit Jahren mit dem LTG 63 freundschaftlich verbunden sind.

Die Leistung des Hohner Geschwaders erhält ein besonderes Gewicht, wenn man neben dem normalen Ausbildungs- und Routinebetrieb exemplarisch einige der besonderen Einsätze in Erinnerung ruft:

So fanden mehrfach Versorgungsflüge für die hungernde Bevölkerung in Afrika statt, Operationen zur Verhinderung einer humanitären Katastrophe im Kosovo, Transporte von UN-Inspektoren im Irak zur Kontrolle der Sanktionen, Evakuierungsflüge unter Kriegsbedingungen in Sierra Leone und Jemen, Hilfsflüge für Sarajevo und Nordostbosnien, Hubschraubereinsätze in Mosambik während der Flutkatastrophe oder Evakuierungsflüge von Osttimor nach Darwin/Australien im Rahmen des INTERFET-Einsatzes. Hubschrauber des Geschwaders leisten derzeit im Kosovo Dienst.

Viele dieser besonderen Einsätze wurden unter klimatisch extremen Bedingungen und oftmals fernab der Heimat geleistet. Zudem herrschten mitunter kriegsähnliche Bedingungen und mehrfach wurden Flugzeuge des Geschwaders beschossen. Insofern gehörte sicher auch eine Portion Glück zu dieser langen, unfallfreien Zeit, antwortete Oberst Miunske in seiner Dankesrede. Den Pokal widmete er allen Geschwaderangehörigen und deren Familien. Im Hinblick auf das hohe Alter der beiden Flugzeugmuster Bell UH-1D und Transall C160 und dem daraus resultierenden hohen Arbeitsaufwand, um nur zuverlässige Flugzeuge einzusetzen, übergab der Kommodore den Pokal mit einem Augenzwinkern stellvertretend an den Kommandeur der Technik, Oberstleutnant Harry Preetz.